Mietpreisermittlung: Mietpreisspiegel Deutschland

Unterschiede zwischen Mietspiegel und Mietpreisrechner


Bei einer Neuvermietung einer Wohnung oder eines Hauses (mit und ohne Grund) gibt es in unserem Gesetzt mehrere Möglichkeiten die Ermittlung der Vergleichsmiete vorzunehmen. Ein Vermieter kann sich einerseits an den offiziellen Mietspiegeln orientieren, kann jedoch andererseits auch eine Mieterhöhung aufgrund eines Sachverständigengutachtens oder der Nennung der Miete für drei vergleichbare Wohnungen begründen.

Im Mietpreisspiegel finden sich fest definierte Kriterien, die wissenschaftlich erhoben wurden und die eine strategische Laufzeit innehaben. Pro Kalenderjahr werden für alle Städte unterschiedliche Daten erhoben – in der Regel für einen Zeitraum über die letzten vergangenen vier Jahren: vorgenommene Mieterhöhungen in vermieteten Wohnungen, Häusern und Wohnflächen werden hier als Basis herangezogen und sowohl Vermietern als auch Mietern frei zur Verfügung gestellt. Es gibt hierzu sowohl online als auch auf Ämtern entsprechende Statistiken zur Ein- und Durchsicht.

Der Mietpreisrechner hingegen zieht sich die Daten von tatsächlichen Angebotsmieten auf unterschiedlichen Immobilien-Portalen heran, um daraus Durchschnittswerte für die Gesamtheit der Preislage in dem jeweiligen Umfeld zu errechnen. Derartige Immobilien-Portale sind z.B. immoscout24.de, immowelt.de oder auch immonet.de – um an dieser Stelle die drei größten Online-Portale in diesem Bereich zu benennen. Hierbei werden nur die Daten aus der jüngsten Vergangenheit herangezogen, meist umfasst der zur Berechnung herangezogene Zeitraum 2 bis 3 Monate. Dies Macht den Mietpreisrechner auf der einen Seite zwar ein wenig ungenau, da sich zu so gut wie keinem Zeitpunkt ein exakter, prozentualer Querschnitt der Gesamtheit der in einem Umfeld existierenden Wohnungen darstellen wird, doch ist er andererseits die wesentlich aktuellere Referenz, mit der sich auch kurzfristigere Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt darstellen und erkennen lassen. Zusätzlich berücksichtigt dieser Mietpreisrechner auch Wohnungen, die nicht der Mietpreisbremse unterliegen, u.a. general-sanierte Altbauwohnungen.

Der Hauptunterschied zwischen Mietspiegel und dem Mietrechner liegt so in der Aktualität der zu vergleichenden Daten der Mietermittlung. Der Mietrechner, mit seiner breiteren Basis berücksichtigt nur einen Teil des Wohnungsmarktes, der dann wie oben beschrieben, auch noch auf älteren, bzw. viele gesammelte Daten zugreift.

Hier findet ihr nun den Mietspiegel – die deutschlandweite Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete im frei finanzierten Wohnungsbau – als Zusammenfassung der TOP 200 in Deutschland, alphabetisch nach Städten/ Orten sortiert: Mietspiegel. In Kürze sollte dann auch der Mietspiegel aus dem letzten Kalenderjahr vorliegen.