Mietpreisermittlung: Mietpreisspiegel Deutschland

Mietpreis berechnen


Als Vermieter kann in der Regel die Miethöhe frei vereinbart werden, wobei es hierzu dennoch wichtige Regeln zu beachten gilt. Denn der Staat greift in diese „freie Mietpreis-Vereinbarung“ teilweise ein. Alle im Mietrecht gesetzlichen Regelungen gilt es selbstverständlich immer zu beachten. Grundsätzlich ist z. Bsp. nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) eine Mieterhöhung nur dann zulässig, wenn die Miete vorher mindestens 15 Monate lang stabil geblieben ist. Darüber hinaus ist die Kappungsgrenze zu beachten: Die Miete darf innerhalb von drei Jahren insgesamt um maximal 20, bzw. in Orten mit „Wohnungs-Not“ auch nur bis 15% Prozent maximal erhöht werden.

Ein wichtiger Renditefaktor generell bei der Festlegung eines Mietpreises ist das gute Verhältnis zum Mieter. Auf der einen Seite steht seitens des Vermieters das berechtigte Interesse an einer guten Rendite. Andererseits kann sich eine Mieterhöhung negativ auf das Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter auswirken. Wenn Sie einen zuverlässigen Mieter gefunden haben, der die Wohnung als sein Zuhause betrachtet und sich gut in die Hausgemeinschaft einfügt, ist das ein hoher und strategisch stabiler Wert für den Vermieter. Eine Mieterhöhung birgt das Risiko, dass der Mieter Widerspruch einlegt oder auszieht. Dann gilt: Jeder Mieterwechsel bringt eine Menge Aufwand und Kosten für den Vermieter mit sich.

In der Regel werden zur Festsetzung eines Mietpreises die folgenden Parameter mit berücksichtigt: die ortsübliche Vergleichsmiete, der Mietspiegel und die Mietpreisbremse. Es stellt sich bei einer Vermietung oder Neuvermietung seitens des Vermieters immer die Frage, ob der entstehenden Mietpreis dem Wert ihrer Immobilie entspricht, alle gesetzlichen Bestimmungen erfüllt sind und zugleich zu eine erfolgreiche Vermietung mit sich führen kann. Unterschiedliche Faktoren um den Mietpreis zu berechnen entscheiden über die Beantwortung dieser Fragen:

Die Bauart (Unterschied zwischen einer Gründerzeitvilla und einem Plattenbau), die Heizungsanlage (moderne Pelletheizung versus Kohlenheizung, usw.), die Art der Fußböden (vom PVC-Boden bis zur Echtholzdiele) und/oder gibt es einen Garten (mit und ohne Sondernutzungsrecht), einen Balkon oder eine Terrasse zur Wohnung? Wie viele Zimmer können vermietet werden und wie groß ist insgesamt die Wohnfläche? Generell ist hierzu die Art und Höhe der Räume einer Immobilie mit ausschlaggebend für die Berechnung dieser Wohnfläche.

In Deutschland ist bei (neuen) Wohnraum-Verträgen zur Berechnung des Mietpreises die Bruttokaltmiete üblich. Diese setzt sich aus der Grundmiete und den allgemeinen Betriebskosten zusammen. Seit 1989 ist es nicht mehr möglich, Bruttowarmmieten zu verlangen. Denn seit diesem Zeitpunkt schreibt die Heizkostenverordnung vor, dass für jeden Mieter der persönliche Verbrauch gemessen und abgerechnet werden muss. Es gibt online unterschiedliche Mietpreisrechner, die hier zu Rate gezogen werden können, u.a. auf Immowelt.de und Immobilienscout24.de.