Mietpreisermittlung: Mietpreisspiegel Deutschland

Immobilienmakler/ Makler


Ein Immobilienmakler ist in der Regel ein selbstständiger Gewerbetreibender, der eine Gelegenheit für einen Kaufvertrag oder Mietvertrag für Immobilien nachweist oder eine solche Gelegenheit vermittelt. Er tritt somit als „Mittler“ zwischen Eigentümer und potentiellen Interessenten auf. In Deutschland ist zur Ausübung des Makler-Berufs lediglich eine behördliche Erlaubnis (§ 34c Gewerbeordnung) erforderlich. Basis für eine Erlaubnis ist eine persönliche Zuverlässigkeit und der Nachweis von geordneten Vermögensverhältnissen. Der Antragsteller darf z. B. nicht in den vergangenen fünf Jahren wegen Diebstahl, Betrug oder einer Konkurs- bzw. Insolvenz-Straftat verurteilt worden sein. Zudem bleibt es Deutschen Immobilienmaklern freigestellt, ob sie sich auf freiwilliger Basis qualifizieren möchten (u.a. um zum Beispiel Haftungsfälle zu vermeiden). Es gibt keine  gesetzlich geregelte Berufsausbildung zum Immobilienmakler in unserem Land. Der Ausbildungsgang, der wesentliche Inhalte des Berufes eines Immobilienmaklers mit abdeckt, ist die dreijährige Ausbildung zum Immobilienkaufmann-/frau. Diese Berufsausbildung schlägt z. Bsp. der IVD als Mindestmaß der Qualifikation für Immobilienmakler vor. Zudem werden von diversen Einrichtungen maklerspezifische Schulungen zum Beispiel zum/zur „Geprüften Immobilienmakler“ angeboten.

Immobilienmakler können generell Ihrem Auftraggeber viel Arbeit abnehmen – das kostet jedoch auch Geld. Viele Immobiliensuchende und -bietende fragen sich dabei, wie hoch die Maklerprovision überhaupt sein darf und wer sie zahlen muss. Hierzu gibt es bei der Festlegung der Maklerprovision gesetzlich verankerte Regeln und Richtlinien, die es zu beachten gilt. Es wird im ersten Schritt des zu schließenden Wohnungs-Auftrags unterschieden, ob es sich bei diesem um eine Mietwohnung oder um ein Kaufobjekt handelt. Allgemein wird eine Maklerprovision erst dann fällig, wenn der Makler den Auftrag erfolgreich abgeschlossen hat – bevor also ein Kauf- oder Mietvertrag unterschrieben ist. Sollten die Vermittlungsversuche des Maklers kein Ergebnis aufzeigen wird keine Provisionszahlung fällig. Das Maklerhonorar versteht sich hierbei als ein Erfolgshonorar – erfüllt der Makler also seine Dienstleistung und es kommt ein Miet- oder Kaufvertrag zustande, steht ihm die entsprechend vereinbarte Provision zu.

Bei Mietwohnungen gilt seit einigen Jahren nunmehr das sogenannte Besteller-Prinzip: Derjenige, der den Makler beauftragt muss ihn auch bezahlen. In der Regel ist das der Vermieter.

Wie viel Provision der Makler von einem Vermieter verlangen darf, ist jedoch in keinem Paragraphen/ Gesetz vorgeschrieben. Meist fallen hier zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer an. 

Sollte der Auftrag seitens des zukünftigen Mieters ins Leben gerufen worden sein, gibt es eine feste Definition zum Provisionssatz: nach dem Wohnraumvermittlungsgesetz dürfen dann zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer nicht überschritten werden. 

Von einer Mietwohnung zu einer Kaufimmobilie: hier ist die Höhe der Courtage verhandelbar. Meist gelten sogenannte ortsübliche Courtagen, die in der Regel und je nach Region zwischen drei und sieben Prozent des Kaufpreises beträgt. Wer bei Kaufimmobilien den Makler bezahlt, ist von Region zu Region unterschiedlich. Meist ist es hier der Käufer, es kann aber auch der Verkäufer sein, bzw. teilen sich diese beiden Parteien die zu bezahlende Provision gleichermaßen. Hier greift das Gesetz nicht in den Markt ein: Angebot und Nachfrage bestimmen wer die Provision bezahlt.

Wenn wir zu dem Thema Mietpreisermittlung zurückkommen und uns auf die Themen Wohnen/ Wohnung/ Unterkunft und Miete in Deutschland konzentrieren, zeigen wir Ihnen hier, wo laut einer Studie der Wirtschaftswoche aus August 2018 das Wohnen in Deutschland noch erschwinglich ist:
https://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/14-grossstaedte-im-zehnjahresvergleich-wo-das-wohnen-noch-erschwinglich-ist/22950088.html